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Julia Presting-Kempf

Ich wurde 1972 geboren. Nach dem Abitur zog es mich in die große weite Welt, und ich lebte einige Monate in den USA, San Francisco. Wieder in Deutschland, absolvierte ich eine Hotelfachausbildung in der gehobenen Hotellerie. Danach arbeitete ich einige Jahre in der Organisation des Veranstaltungs- und Eventbereiches vom Hotel Hafen Hamburg und dem Hotel Residenz Hafen Hamburg. Heute bin ich verheiratet, und wir haben zwei entzückende Kinder, die mich immer wieder auf meine guten Umgangsformen prüfen.

Den Faible für gute Manieren und Umgangsformen erbte ich von meiner Großmutter. Anfang des 20. Jahrhunderts war es für Mädchen aus gutbürgerlichem Haus üblich, als sogenannte Haustöchter in einem großbürgerlichen Haus zu leben, um in die Führung eines richtigen Haushaltes eingewiesen zu werden. Als einen „richtigen“ Haushalt bezeichnete man damals einen Haushalt mit Personal, in dem die Hausfrau ausschließlich Anweisungen gab und ihre repräsentativen Pflichten erfüllte. Meine Großmutter lebte in so einem Haushalt und erlernte die dazugehörigen Regeln. Ihren Enkeln versuchte sie diese immer wieder nahe zu bringen, und bei mir hatte sie Erfolg.

Der dementsprechenden Ausstrahlung verdanke ich heute meine berufliche Ausrichtung. Sie fiel besonders ins Gewicht, als befreundete Unternehmensberater mich um ein Knigge-Seminar baten. Diese Intention entstand aus ihrer Erfahrung mit mir, dass ich bei der Organisation einer repräsentativen Großveranstaltung strikt und konsequent auf die Einhaltung der Etikette des Personals achtete. Dieses Knigge-Seminar wurde ein großer Erfolg. Es motivierte mich, diese berufliche Ausrichtung auszubauen, besonders vor dem Hintergrund, dass der Bedarf nach diesen Seminaren sehr hoch erschien.

Heute haben sich die Regeln meiner Großmutter von ihrer Ausrichtung her etwas geändert. Während man früher mit der Kenntnis von der richtigen Etikette sich  abzugrenzen versuchte, sollte heute die Etikette als ein Mittel betrachtet werden, um das Zusammenleben von Menschen angenehmer zu gestalten. Es geht darum, eine menschliche Verbindlichkeit zu kultivieren und nicht durch Kultiviertheit Menschen abzugrenzen.

In diesem Sinne: Vielen Dank, meine liebe Omi!

 www.imondial-ausdruckskraft.com

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